Stein mit dem Strundorf-Wappen

Strundorf – der Strunder Bach war der Namensgeber

Nur für zwei Gemeinden war die Strunde, der sogenannte fleißigste Bach Deutschlands, der Namensgeber: Herrenstrunden und Strundorf, beide im Osten Bergisch Gladbachs gelegen.

Der vergessene Stadteil mit langer Geschichte

Während Herrenstrunden auch heute noch als eigenständige Gemeinde bekannt ist, versank Strundorf als Stadteil Bergisch Gladbachs allmählich in Vergessenheit.

Dabei hat Strundorf eine lange Geschichte: Im Deutschen Städtebuch wird es für das frühe 19. Jahrhundert in einem Atemzug mit dem Stadtteil Hand erwähnt.

Dem Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz zufolge, existierte Strundorf aber schon um 1400. Demzufolge gehörte es damals als Struendorp zum Kirchspiel Paffrode, gemeinsam mit Scheefe (Gut Schiff) und Rommerscheydt (Rommerscheid).

Vom Hof zum Weiler

Wie an vielen anderen Stellen in und um das heutige Bergisch Gladbach, entstand auch Strundorf aus der Ansiedlung eines oder mehrerer Höfe, wie Sand, Hebborn und Gronau, so Manfred Wegner in Wachstum und Planung in den Städten des Bergischen Landes, Ausgabe 13. Daraus entwickelte sich dann ein kleiner übersichtlicher Weiler an einer der wichtigen Straßen ins bergische Hinterland.

Gewässerverunreinigungen schon im 19. Jahrhundert

Für das 19. Jahrhundert sind, so die Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde, Band 37, wiederholte Beschwerden von damals neun Einwohnern Strundorfs bekannt. Sie richteten sich gegen Einleitungen von örtlichen Industriellen. In dem verunreinigten Wasser kam es immer wieder zu Fischsterben und nachgelagerte Industrien, die auf sauberes Wasser angewiesen waren, wurden geschädigt.

Interessant, schon damals wurde wenig berichtet über die Maßnahmen von Verwaltung und Regierung zum Schutze der Strundorfer. 😉

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