„95 % der Erkrankten genesen wieder“

Das zeigen die Informationen aus Italien. Die Angaben aus China zeigen: rund 80% der Infizierten erkranken nur leicht. Etwa fünf von hundert Infizierten erkrankten schwer.

Und doch, viele haben jetzt Angst, davor, sich anzustecken, davor sich angesteckt zu haben, davor, andere anzustecken. Leider reagiert so mancher unverhältnismäßig. Leidtragende sind wirklich Kranke. Pseudoinfizierte binden Kapazitäten, die wirklich Kranke dringend brauchen. Infizierte, die unachtsam handelt, wie das Heinsberger Ehepaar bringen andere in Gefahr. Doch was ist richtig, wenn Sie befürchten, sich angesteckt zu haben?

Die Corona-Grippe ähnelt der normalen Grippe

Tatsächlich ähnelt eine Corona-Infektion der uns bekannten Grippe auffällig. Das gilt für Symptome wie auch für den Verlauf, Behandlung und die Sterberate. (Entschuldigung, das klingt makaber.) Daher ist es vernünftig, sich ähnlich wie bei einer Grippeinfektion zu verhalten.

Was sind die Symptome? – „Haben Sie Fieber?“

Erste Anzeichen sind Husten, Schnupfen, Halskratzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und zusätzlich Fieber. Daher die Frage: „Haben Sie Fieber?“ in Praxen und Krankenhäusern. Sie hilft, zwischen einer normalen Grippe und einer Corona-Grippe zu unterscheiden.
Die Grenze zu einer normalen Temperatur wird meist bei 38 ° C gezogen. Liegt die Körpertemperatur für längere Zeit darüber, dann vermutet man eine Infektion. Und was heißt länger? Hier finden sich 48 Stunden als Angabe. Wie bei durchschnittlichen Infektionen beginnen Behandlungen sinnvoll meist, wenn die Symptome 48 Stunden anhalten. Ein weiteres Symptom, allerdings eher selten, ist Durchfall.

Wie wird die Infektion übertragen?

Der gefährlichste und häufigste Ansteckungsweg ist die Tröpfcheninfektion: Die Viren vermehren sich in Lunge und Rachen. Sie übertragen sich vor allem über Husten, Nießen und Schnäuzen.

Der zweithäufigste Infektionsweg ist die Schmerinfektion: Wir sammeln auf kontaminierten Flächen die Viren und reiben sie uns mit den Händen z.B. ins Gesicht, auf die Schleimhäute.

Besonders gefährlich ist, daß wir in der Inkubationszeit gerade zu Beginn oft keine Krankheitssymptome zeigen, aber gleichzeitig hoch ansteckend sind. Dabei verteilen wir unsere Viren kräftig: Das hat das Beispiel des Heinsberger Ehepaares gezeigt.

Wie schützen wir uns und andere?

  • Halten Sie Abstand, teils werden eine Armlänge bis zu einem Meter empfohlen.
  • Nießen und husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.
  • Benutzen Sie Papiertaschentücher möglichst nur einmal, Stofftaschentücher häufig austauschen und bei mindestens 60° C waschen.
  • Waschen Sie die Hände häufig und gründlich.
    Auch ein Handdesinfektionsmittel kann nützen.
  • Nutzen Sie gegebenenfalls Handschuhe.
  • Trinken Sie viel, damit die Schleimhäute nicht austrocken.
    Helfen kann auch ein befeuchtendes Nasenspray. Trockene Schleimhäute sind infektionsanfälliger.

Mehr Tipps rund um die angemessene Hygiene finden Sie in meinem gestrigen Artikel: Corona-Virus nur noch 100 Kilometer entfernt.

Wer ist gefährdet?

Wer bereits krank ist, ist besonders anfällig für die Corona-Grippe. Daneben sind vor allem Ältere und Männer betroffen. Kinder interessanterweise werden häufig zum Überträger, erkranken aber eher selten. Selten erkranken Frauen.

Was tun, falls ich infiziert sein könnte?

  • Beobachten Sie Ihre Krankheitssymptome.
  • Schützen Sie Ihr Umfeld.
  • Melden Sie sich krank.
  • Vermeiden Sie soziale Kontakte
  • Experten empfehlen: Rufen Sie in einer Arztpraxis, beim Gesundheitsamt an, um die Symptomatik zu klären. Gehen Sie nicht persönlich hin.
  • Lassen Sie sich bei Gefahr testen.
  • Notieren Sie, mit wem Sie in den letzten vierzehn Tagen Kontakt hatten beziehungsweise wo Sie sich aufgehalten haben.

Was tun, wenn Sie Kontakt zu Infizierten hatten?

Melden Sie sich bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt, egal ob Sie Symptome zeigen. Ansonsten gelten alle beschriebenen Verhaltenstipps.

Wo finde ich weitere Informationen?

Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie über kommunale Webseiten, das Telephonbuch oder die Internetpräsenz des Robert-Koch-Institutes. Dort finden Sie auch den aktuellen Informationsstand und weitere Tipps und Erklärungen. Natürlich können Sie auch bei Ihrem Arzt oder Apotheker nachfragen, aber bedenken Sie: Dort werden Kranke betreut. Auskünfte dieser allgemeinen Art kosten Praxen und Apotheken Zeit, die eigentlich für Kranke benötigt wird.

Und hier finden Sie die schellen Wege zu den wichtigsten Informationsstellen:

Robert-Koch-Institut

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Bundesministerium für Gesundheit

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises

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