Karnavalisten trotzten dem Regen

„Ins Wasser gefallen“ oder „in Flammen aufgegangen“…

Eigentlich war der bergisch-gladbacher Karnevalszug, anders als in Köln und Düsseldorf, nicht abgesagt. „Mutig, mutig…“ kommentierte so mancher verwundert diese Entscheidung. Doch lange dauerte das karnevalistische Treiben nicht an.

Zwischen ins Wasser gefallen, vom Winde verweht und in Flammen aufgegangen

Neben dem Sturm, ein umgewehter Baum traf den Wagen einer bensberger Karnevalsgesellschaft, beendete – Gerüchten zufolge – auch ein Brand an/in einer Umspannstelle die karnevalistische Freude. Konvetti, soll an relevante Stellen geraten und einen Brand ausgelöst haben. Die Folge: ein Stromausfall in Teilen der Stadt.
Nach einer quälenden Wartezeit für Aktive und Fußvolk entschied das Festkommittee dann, den Zug abzusagen. Bitter für alle Karnevalisten, die ein Jahr auf die Teilnahme im Umzug hinarbeiteten.

Ein Traditionszug soll den Karnevalszug ersetzen

Durchnässt auf dem Heimweg. Bild: C.G.
Durchnässt. Bild: C.G.

Viele Vereine und Gesellschaften konnten an Umzügen in den kölner Veedeln und dem Umland teilnehmen. Doch ein echter Ersatz war das nicht.
Geplant ist jetzt ein Traditionsumzug am 22. März 2020. Der Termin außerhalb der Session ist umstritten.

Ein umstrittener Termin außerhalb der Session

Der BDK, der Dachverband der Karnevals- und Traditionsgesellschaften Bund Deutscher Karneval, wies auf die gemeinsame erweiterte Ethik-Charta hin. In dieser Charta vereinbarten die Mitglieder, dass Karnevalszüge außerhalb der Session nicht zugelassen sind. Der Verstoß der gladbacher Karnevalisten kann also zum Ausschluss aus dem BDK führen. „Sollte der BDK uns ausschließen, dann ist das so“, kommentiert Martin Gerstlauer, Vorsitzender der Vereinigung zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums e.V. das Risiko eines Ausschlusses.

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