Ein Wohn‑ und Gewerbeprojekt verändert Strundorf
Alles, was du wissen musst
In den letzten Tagen haben sich sicher viele von gefragt: Wie groß wird dieses neue Gebäude am Strundepark eigentlich wirklich? Wer wird dort wohnen, arbeiten oder einkaufen? Der Bericht von in‑GL hat einiges losgetreten, aber konkrete Zahlen bleiben rar. Deshalb habe ich mir anhand ähnlicher Bauprojekte mal angeschaut, wie viele Menschen dort künftig leben und arbeiten könnten.
Wie viele Menschen könnten dort wohnen?
Das geplante Gebäude entlang des Strundeparks ist lang, hoch und massiv (rund 150 Meter Länge rund 50 Meter Breite) – ein Gebäuderiegel, der eine echte Veränderung fürs Veedel bedeuten würde. Der Strundetaler
Auch wenn derzeit keine offizielle Wohnungszahl vorliegt, kann man anhand von vergleichbaren Bauprojekten abschätzen:
⭐ Wohnungen:
Bei dieser Größe könnten ca. 200 bis 300 Wohneinheiten entstehen, wenn man die Flächen ähnlich nutzt wie in anderen innerstädtischen Wohnbauten.
👨👩👧👦 Bewohnende:
Rechnet man im Schnitt 2 bis 3 Personen pro Haushalt, sind schnell 400 bis 900 Menschen, die dort wohnen könnten.
💭 Für ein Veedel wie Strundorf wäre das eine erhebliche Zunahme an Menschen – vergleichbar mit einer kleinen Nachbarschaft.
Wie viele Menschen könnten dort arbeiten?
Neben Wohnraum soll es dort auch Gewerbeflächen geben – Shops, kleine Büros oder Dienstleistungen. Das heißt: Es entstehen Arbeitsplätze direkt vor Ort.
🛍️ Einzelhandel & Dienstleistungen:
Typischerweise arbeiten in kleinen Läden oder Cafés pro 30–50 m² ein oder zwei Personen.
🧑💼 Büroarbeitsplätze:
Moderne Büros schaffen oft 1 Arbeitsplatz auf 10–15 m².
➡️ Mögliche Beschäftigtenzahl:
In Summe könnten ca. 150 bis 600 Menschen dort täglich arbeiten – ob als Verkäufer*innen, in Büros, Praxen oder anderen Gewerben.
🚶♂️🚗 Was bedeutet das für Strundorf?
📈 Täglich mehr Verkehr:
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Morgens kommen viele Bewohner*innen und Mitarbeitende in Bewegung — sei es zu Fuß, mit Rad, Bus oder Auto.
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Insgesamt könnten 100–200 zusätzliche Fahrzeugbewegungen in Morgen‑ und Abendspitzen dazukommen – spürbar für Autofahrer*innen.
🚍 ÖPNV und Mobilität:
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Je nachdem, wie gut die Bus‑ oder Bahnanschlüsse sind, steigt die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.
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Ohne starken ÖPNV‑Takt bleibt aber ein Großteil beim Auto – wie es vor dem Strundepark heute oft der Fall ist.
📦 Liefer‑ und Warenverkehr:
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Mehr Menschen bedeutet auch mehr Lieferverkehr: Warenanlieferungen für Shops, Paketzustellungen für Bewohner*innen – vor allem tagsüber.
Welche Effekte für die Innenstadt?
Ein paar Überlegungen für die Strundorfer und Innenstadt‑Freund*innen:
✔️ Plus:
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Mehr Menschen vor Ort können Kundschaft für bestehende Geschäfte bedeuten.
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Gastronomie und Dienstleistungen könnten profitieren.
⚠️ Risiko:
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Neue Nahversorgungsangebote direkt am Strundepark könnten einen Teil des Einkaufsverhaltens “vor Ort” behalten – statt dass Leute in die Innenstadt spazieren.
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Das kann den ohnehin schon schwierigen Einzelhandel weiter unter Druck setzen. – Und wir alle sehen ja täglich die Leerstände in der Innenstadt.
Was bedeutet ein großes Wohn‑/Gewerbeprojekt für die Parkauslastung?
Wenn man annimmt, dass am Strundepark mehr Einwohner und mehr Beschäftigte entstehen, verschiebt sich die Parkplatz‑Nachfrage von zwei Seiten:
1. Mehr Wohnmobilität
- Bewohner*innen des neuen Gebäudes werden regelmäßig ihr Auto nutzen – sei es für Arbeit, Einkäufe oder Freizeit.
- Das kann zu zusätzlichem Parkdruck bei den Stellplätzen führen, besonders wenn private Garagen oder Tiefgaragen nicht ausreichend vorgesehen sind.
📦 Beispiel: In Bauprojekten mit mehreren hundert Wohneinheiten sehen Planungsstudien häufig, dass zusätzliche Parkplätze für Bewohner nötig werden, weil sie sonst in umliegenden Wohnstraßen parken. Das kann auch am Strundepark relevant werden.
2. Mehr Kunden- und Arbeitsverkehr
- Beschäftigte und Kund*innen der künftigen Gewerbeeinheiten nutzen dieselben Parkflächen wie bisherige Einkaufs‑Parkplätze.
- Ohne zusätzliche Stellflächen steigt der Wettbewerb um Parkraum zwischen Kurzparkerinnen (Einkauf), Dauerparkerinnen (Arbeit) und Anwohner*innen.
Schon jetzt beschweren sich Anwohner über
- extremen Parkplatzmangel,
- extreme Lärmbelastung,
- eine übermäßige Verkehrsbelastung.
Erstmals haben sich gerade erst Anwohner in einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Das neue Bauprojekt verspricht keine Erleichterung, sondern lässt sie Böses ahnen…
Fazit:
Wenn das Projekt so gebaut wird, wie es heute angedacht ist, könnte dort schon bald:
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400–900 Menschen wohnen,
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150–600 Menschen arbeiten,
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und damit mehr Leben, aber auch mehr Verkehr, Lieferungen und Mobilität im Veedel entstehen.
Für Strundorf ist das eine der größten Veränderungen seit langem – und es lohnt sich, sie mitzugestalten statt abzuwarten.